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Tierheilpraktikerschule Papillon

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Tierheilkunde

Verbindung von Mensch und Tier

Schon von Anbeginn standen Menschen und Tiere in enger, ambivalenter Verbindung zueinander. So wurden und werden die Tiere einerseits geliebt, geachtet und respektiert, andererseits aus Unwissen, reinem Vergnügen, Furcht oder Geldgier gejagt, gequält und abgeschlachtet. Dabei geben uns die Tiere so viel: Als Nutztiere leisten sie oftmals Schwerstarbeit, als Haustier schenken sie uns Freude, sind uns liebevolle oder beschützende Begleiter, übernehmen oftmals unsere Krankheiten und sind für jede Zuwendung dankbar. Als Krafttiere verleihen sie uns Wissen und Eigenschaften, die uns gerade fehlen und helfen uns, schwierige Situationen zu meistern. Als Heiltiere bringen sie uns Menschen dort Heilung, wo die Medizin versagt.

Doch auch wenn beispielsweise in Ägypten einige Tiere, wie Katze, Hund, Falke, heilig waren, war das noch kein Garant für ein gesundes und glückliches Leben. Im Gegenteil, Untersuchungen der mumifizierten Tiere zeigen, dass sie oft aufgrund schlechter Haltung und Fütterung Missbildungen bzw. viele Krankheiten aufwiesen und früh starben.

Bei Nutztieren sah das schon anders aus. Da sie gebraucht wurden, wurden sie auch etwas besser gepflegt und auf ihre Gesunderhaltung geachtet.

Anfänge der Tierheilkunde

Bereits Aristoteles (384-322 v. Chr.) veröffentlichte eine 9 Bücher umfassende Abhandlung über die Tiere (Historia animalum), in der auch einzelne Krankheitsbilder beschrieben wurden. Später wurde dieses Werk in verschiedene Sprachen übersetzt und kommentiert. Auf diese Weise entstanden mit der Zeit zahlreiche Lehrbücher über die Tiere, die auf alte Erkenntnisse aufbauten und diese erweiterten. Da auch Abhandlungen aus fernen Ländern übersetzt wurden, gelangte so auch das Wissen aus dem Morgenland zu uns. Die Heilkunst wurde zunächst hauptsächlich von Klöstern ausgeführt, z. B. von Hildegard von Bingen, doch gab es auch zahlreiche Tierheilkundige, die ihr Wissen mündlich weitergaben. An den europäischen Höfen des Hochadels kümmerten sich zudem meist die Stallmeister um die Gesunderhaltung der Tiere. Da ihnen jedoch die Ausbildung und meist das Einfühlungsvermögen fehlte, waren ihre brachialen Methoden eher Tierquälerei als Heilkunde.

In China war die Tierheilkunde bereits seit dem 11. Jahrhundert v. Chr. eine eigenständige Disziplin, in Indien gab es schon früh ein großes Werk zur Elefantenheilkunde (Hastyayurveda), da Elefanten dort im Mittelpunkt standen. Der ganzheitliche Ansatz der Traditionellen Medizin sowie des indischen Ayurveda finden heutzutage auch bei uns immer mehr Anklang.

Veterinärmedizinische Ausbildung

In Europa bildeten sich erst ab dem 18. Jahrhundert Schulen, die eine geregelte tiermedizinische Ausbildung anboten: in Lyon 1762 die Ecole vétèrinair, in Göttingen 1771 die erste tiermedizinische Schule sowie 1778 in Hannover die Tierärztliche Hochschule Hannover.

Tierärzte und Tierheilpraktiker

Neben diesen Schulen blieb aber auch die alternative “Laienbehandlung” durch Tierheilkundige ohne veterinärmedizinische Ausbildung erhalten. Bis heute ist der Beruf des ganzheitlich arbeitenden Tierheilpraktikers nicht gesetzlich geregelt.

Dennoch nehmen gerade in der Landwirtschaft immer mehr Bauern eine Behandlung auf naturheilkundlicher Basis in Anspruch, zum Wohle ihrer Tiere, aber auch wegen der sensiblen Nahrungskette. Immer mehr Tierärzte greifen diese Entwicklung auf, lassen sich zusätzlich in Naturheilkunde ausbilden und arbeiten mit Tierheilpraktikern zusammen.

Auch in der Haustierhaltung geht der Trend immer mehr zur ganzheitlichen Behandlung, denn die Tiere werden zunehmend als liebevolle Begleiter geschätzt, die Viele vor Einsamkeit schützen und einfach den Tag schöner machen. So wird die ganze Liebe auf sie übertragen und mit ihr auch die besondere Sorgfalt und Pflege.

Doch noch immer sind die Tierheime voll, werden Tiere achtlos ausgesetzt, weil sie “ein Fehlkauf” waren, man sie “nicht brauchen” kann oder weil sie einfach stören und bei der Urlaubsplanung behindern.

Wir haben es in der Hand, unser Bewusstsein zu ändern und den Tieren endlich den ebenbürtigen Platz einzuräumen, der ihnen zusteht.

 

 

 

 

Hund
Waschbär
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Vogel
Gähnende Katze